Kategorie: Herbst lässt grüssen

  • Traubentarte mit Blauschimmelkäse und Walnüssen

    Traubentarte mit Blauschimmelkäse und Walnüssen

    Süsse Trauben, würziger Käse: Diese Tarte hat definitiv keinen Bock auf Langeweile!

    Wer hat eigentlich beschlossen, dass Trauben nur in den Früchtekorb oder ins Weinglas gehören? In dieser Tarte machen sie gemeinsame Sache mit würzigem Blauschimmelkäse, knackigen Walnüssen und einem buttrigen Mürbeteig. Süss trifft salzig, cremig trifft knusprig. Das Ganze ist so raffiniert, dass selbst die Käseplatte vor Neid erblasst. Und die Käseplatte ist sonst nicht leicht zu beeindrucken.

    Das ist Herbstküche für alle, die es gern ein bisschen anders mögen. Perfekt für einen gemütlichen Abend mit Freunden, als Hingucker beim Brunch oder einfach, weil heute ein Dienstag ist. Mehr Grund braucht es nicht.

    Und mal ehrlich: Wer will schon langweilige Schnittchen, wenn man Trauben und Käse stilvoll in eine Tarte packen kann?

    Zutaten für eine Tarteform (ca. 26 cm), 6–8 Stücke

    Für den Teig

    • 230 g Mehl
    • 30 g Walnusskerne
    • 1 Messerspitze Salz
    • 125 g kalte Butter
    • 1 Ei (Grösse M)
    • 1 EL kaltes Wasser

    Für die Füllung

    • 450 g rote, kernlose Weintrauben
    • 100 g Blauschimmelkäse
    • 3 Eier (Grösse M)
    • 150 g Rahm, steif geschlagen
    • Salz und Pfeffer

    Ausserdem: Mehl zum Auswallen, Butter für die Form, Backpapier und getrocknete Erbsen zum Blindbacken

    Zubereitung

    1. Nüsse knacken, Langeweile vertreiben!
    Hacke die Walnüsse fein und vermische sie mit dem Mehl und dem Salz. Die Nüsse sorgen für den gewissen Biss. Schliesslich soll diese Tarte nicht nur gut aussehen, sondern auch etwas draufhaben!

    2. Der Mürbeteig macht sich fein.
    Gib das Ei, die Butter in Stückchen und das kalte Wasser zur Mehlmischung und verknete alles rasch zu einem glatten Teig. Rasch heisst rasch: Mürbeteig mag keine warmen Hände und keine langen Diskussionen. Forme eine Kugel, wickle sie ein und schick sie für 30 Minuten in den Kühlschrank zum Nachdenken.

    3. Ab in die Form!
    Heize den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Wallt den gekühlten Teig auf wenig Mehl aus und lege damit die gefettete Tarteform aus. Rand gut andrücken und den Boden mehrmals mit der Gabel einstechen. Das ist keine Aggression, das ist Technik. Dann Backpapier drauf und mit den getrockneten Erbsen beschweren.

    4. Blindbacken statt blind vertrauen.
    Backe den Boden etwa 15 Minuten vor. Dann nimmst du Backpapier und Erbsen vorsichtig heraus und lässt ihn nochmals 5 Minuten backen, bis er leicht goldig ist. Danach stellst du den Ofen auf 180 °C zurück. Die Erbsen kannst du übrigens aufbewahren, sie stehen bei der nächsten Tarte wieder zum Dienst bereit.

    5. Jetzt wird’s käsig!
    Wasche die Trauben und lass sie gut abtropfen. Verquirle die drei Eier, zieh den geschlagenen Rahm vorsichtig unter und würze mit Salz und Pfeffer. Beim Salz darfst du sparsam sein, der Käse bringt genug Würze mit. Verteile Trauben und zerbröselten Blauschimmelkäse auf dem vorgebackenen Boden und giesse die Eier-Rahm-Mischung darüber.

    6. Das grosse Tarte-Finale!
    Backe die Tarte etwa 30–35 Minuten, bis die Füllung gestockt und die Oberfläche appetitlich gebräunt ist. Dann 10 Minuten ruhen lassen. Ja, auch wenn’s schwerfällt. Die Füllung dankt es dir mit sauberen Stücken.

    7. Servieren und Eindruck schinden!
    Serviere die Tarte lauwarm oder abgekühlt. Fruchtige Trauben, kräftiger Käse, nussiger Boden: Jeder Bissen ist ein kleines Geschmacksfeuerwerk. Dazu passt ein knackiger grüner Salat oder ein gemütlicher Abend, an dem du einfach niemandem etwas abgeben möchtest. Wir urteilen nicht!

    Küchenfee-Tipp: Kurz vor dem Servieren ein paar Fäden Honig über die Tarte träufeln und frischen Thymian darüberzupfen. Wer will, ersetzt den Blauschimmelkäse durch griechischen Feta, das gibt eine mildere Variante mit Inselgefühl.

    Mein Motto:
    Das Leben ist zu kurz für langweilige Tartes. Manchmal braucht es einfach Trauben, Käse und eine ordentliche Portion Charakter!

    Süss. Würzig. Knusprig. Unverschämt raffiniert.

  • Schweinefleisch-Ragout mit Quitten und Kürbis

    Schweinefleisch-Ragout mit Quitten und Kürbis

    Die Quitte ist die Diva unter den Herbstfrüchten. Sie sieht aus wie eine Birne, die zu oft im Fitnessstudio war: knubbelig, flaumig und hart wie ein Pflasterstein. Roh beissen? Nur wer seinem Zahnarzt ein neues Auto finanzieren will. Und trotzdem duftet sie so betörend, dass man ihr alles verzeiht. Eine Quitte in der Küchenschale, und die ganze Wohnung riecht nach Herbst. Kalorienfrei!

    Wer sie zähmen will, braucht drei Dinge: ein scharfes Messer, starke Arme und Geduld. Belohnt wird man mit einem Ragout, das nach Tausendundeiner Nacht schmeckt. Der Kürbis bringt Farbe und sanfte Süsse, der Safran sein goldenes Leuchten, und das Ras el-Hanout tut, was es am besten kann: Es macht aus einem einfachen Eintopf eine kleine Reise.

    Das Beste daran: Ist alles einmal geschnippelt, macht der Topf die Arbeit. Er schmort, blubbert und duftet vor sich hin, während die Küchenfee die Füsse hochlegt. Oder die Küche putzt. Wir wollen ehrlich bleiben, meistens das Zweite.

    Zutaten für 4 – 6 Personen

    • 1 kg Schweinefleisch, in 2 cm grosse Würfel geschnitten
    • 600 g Kürbis, in 2 cm grosse Würfel geschnitten
    • 3 Quitten, geschält und in 1 cm grosse Stücke geschnitten
    • 2 Zwiebeln, in Streifen geschnitten
    • 4 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
    • 2 EL Olivenöl
    • 0,1 g Safranfäden
    • 400 ml Wasser
    • 1 TL Honig
    • 2 TL mildes Paprikapulver
    • 2 TL scharfes Paprikapulver
    • 2 TL Korianderpulver
    • 2 TL Ras el-Hanout
    • Salz

    Zubereitung

    1. Die Safranfäden zwischen den Fingern leicht zerreiben und mit 400 ml Wasser verrühren. Stehen lassen, bis das Wasser kräftig orange leuchtet. Das ist der Moment, in dem man versteht, warum Safran so teuer ist.
    2. Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl und alle gemahlenen Gewürze im Topf mischen, salzen und erhitzen. Zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 30 Minuten schmoren.
    3. Die Hälfte des Safranwassers dazugiessen und das Fleisch zugedeckt weitere 30 Minuten garen.
    4. Quitten und Kürbis mit dem restlichen Safranwasser unter das Fleisch mischen. Alles noch 20–30 Minuten schmoren, bis das Fleisch zart ist und Kürbis und Quitten bissfest sind.
    5. Mit dem Honig und eventuell noch etwas Salz abschmecken und servieren. Dazu passen Reis oder Polentaschnitten.

    Küchenfee-Tipp: Das Ragout schmeckt am nächsten Tag noch besser, wenn die Gewürze über Nacht Zeit hatten, sich gut kennenzulernen. Also ruhig die doppelte Menge kochen und dann einen Abend lang nur den Topf aufwärmen.

  • Rote-Bete-Gratin mit Feta und Walnusskruste

    Rote-Bete-Gratin mit Feta und Walnusskruste

    Wenn der Herbst auf dem Teller eskaliert, wird’s rot, cremig und verdammt knusprig!

    Rote Bete kann mehr, als deine Hände in ein modernes Kunstwerk zu verwandeln. Und dein Küchentuch gleich mit. In diesem Gratin trifft die erdige Knolle auf würzigen Feta, eine cremige Thymian-Sahne und knackige Walnüsse. Ein Hauch Honig sorgt für die süsse Versuchung, und die goldbraune Kruste bringt ordentlich was auf die Gabel.

    Das Ergebnis? Herbstliches Soulfood mit Charakter! Aussen knusprig, innen herrlich saftig und so aromatisch, dass der schnöde Kartoffelauflauf kurz um seinen Stammplatz bangen muss. Er tut gut daran.

    Und das Beste: Du brauchst weder Sterneküche noch sieben Zauberzutaten. Nur eine Auflaufform, einen Ofen und die Bereitschaft, dich Hals über Kopf in eine Knolle zu verlieben.

    Also: Schürze um, Ofen an, und dem Herbstblues eine rote Nase verpassen!

    Zutaten für 4 Portionen (oder 2 sehr ehrliche)

    • 800 g vorgekochte Rote Bete
    • 150 g Feta
    • 200 ml Sahne
    • 100 ml Gemüsebrühe
    • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
    • 1 TL frischer Thymian
    • 1 TL Honig
    • Salz und Pfeffer nach Geschmack
    • 50 g Walnusskerne
    • 2 EL Paniermehl (Semmelbrösel)
    • 2 EL Olivenöl

    Zubereitung

    1. Ofen an, Handschuhe an!
    Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Und wer an seiner Hautfarbe hängt, zieht jetzt Küchenhandschuhe an. Rote Bete hinterlässt Spuren. Immer. Überall.

    2. Rote Bete in Form bringen.
    Schneide die vorgekochte Rote Bete in etwa 3 mm dünne Scheiben. Wer frische Knollen nimmt, schält sie, schneidet sie ebenso dünn und blanchiert sie etwa 15 Minuten in leicht gesalzenem Wasser. Dein Schneidebrett sieht danach aus wie ein Tatort. Das ist normal.

    3. Die Sahnesauce: cremiger wird’s nicht!
    Vermische Sahne und Gemüsebrühe in einer Schüssel. Gib Knoblauch, Thymian, Honig, Salz und Pfeffer dazu und verquirle alles kräftig, bis sich der Honig aufgelöst hat und die Aromen sich ordentlich miteinander angefreundet haben. Per Du, versteht sich.

    4. Schicht für Schicht ins Herbstglück!
    Fette eine mittelgrosse Auflaufform gründlich ein. Schichte die Rote-Bete-Scheiben abwechselnd mit dem zerbröselten Feta hinein, ruhig schön dicht. Hier wird nicht gekleckert, sondern geschichtet! Dann giesst du die Sahne-Kräuter-Mischung gleichmässig darüber, so dass das Gemüse schön darin baden kann.

    5. Knusperkruste statt Langeweile!
    Hacke die Walnüsse grob und vermische sie mit dem Paniermehl und dem Olivenöl. Verteile die Mischung grosszügig über dem Gratin. Denn seien wir ehrlich: Cremig ist toll, aber erst ein bisschen Crunch macht das Leben richtig spannend!

    6. Ab in den Ofen mit dem roten Glück!
    Backe das Gratin etwa 40 Minuten, bis die Kruste goldbraun und knusprig ist. Dann heisst es: Finger weg und 5 Minuten ruhen lassen. Sonst verbinden sich nicht nur die Aromen nicht, sondern es gibt beim Servieren auch eine rote Sahnelawine auf dem Teller.

    7. Servieren und geniessen!
    Stell die Form mitten auf den Tisch und verteile grosszügige Portionen. Dazu passt ein frischer Salat oder ein Stück knuspriges Brot, mit dem du auch den letzten Rest Sauce auftunkst. Etwas übrig zu lassen wäre schliesslich eine kulinarische Todsünde!

    Küchenfee-Tipp: Nimm echten griechischen Feta aus Schafs- und Ziegenmilch, der ist würziger und cremiger als die Kuhmilch-Variante. Und gegen rote Finger hilft Zitronensaft. Gegen die Liebe zu diesem Gratin hilft leider gar nichts.

    Mein Herbst-Motto:
    Das Leben ist nicht immer rosig. Manchmal ist es rot, cremig und mit Feta überbacken!

    Wärmend. Würzig. Unverschämt lecker.

  • Kürbispiccata mit grünem Salat

    Kürbispiccata mit grünem Salat

    Jedes Jahr im Herbst passiert es wieder: Die Kürbisse übernehmen die Macht. Sie stapeln sich auf dem Markt, thronen vor jeder Haustür und grinsen einen aus jedem Schaufenster an. Wer sich nicht wehrt, endet mit drei Kürbissen im Einkaufskorb und keinem Plan.

    Hier ist der Plan: Der Kürbis wird zum Schnitzel befördert. Ein Bad im Mehl, ein Mantel aus Ei und Käse, und ab in die Pfanne. Was herauskommt, ist knusprig aussen, zart innen und so goldig, dass selbst eingefleischte Fleischesser zweimal hinschauen. Und dann ein drittes Mal, beim Nachschöpfen.

    Die Piccata kennt man eigentlich vom Kalbfleisch. Das Kalb dürfte nichts dagegen haben, dass ihm der Kürbis die Show stiehlt. Dazu ein frischer grüner Salat, und fertig ist ein Herbstessen, das in einer halben Stunde auf dem Tisch steht. Bleibt am Ende etwas Kürbis übrig? Keine Sorge, der nächste liegt schon vor der Tür.

    Zutaten für 4 Personen

    • 600 g Kürbis, geschält, entkernt und in etwa 1 cm dicke Scheiben geschnitten
    • Salz, Pfeffer, Muskat
    • 3 EL Mehl
    • 2 Eier
    • 4 EL geriebener Käse
    • wenig fein gehackte Kürbiskerne
    • Olivenöl oder Butter zum Braten
    • grüner Salat als Beilage

    Zubereitung

    1. Die Kürbisscheiben mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
    2. Das Mehl in einen flachen Teller geben.
    3. Eier, Käse, Pfeffer und Kürbiskerne in einem tiefen Teller verklopfen.
    4. Olivenöl oder Butter in der Bratpfanne heiss werden lassen.
    5. Die Kürbisscheiben zuerst im Mehl, dann in der Ei-Käse-Mischung wenden.
    6. Portionenweise in der Pfanne goldbraun braten, jede Seite etwa 3 Minuten.
    7. Herausnehmen, warm stellen und mit grünem Salat servieren.

    Küchenfee-Tipp: Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden, denn seine Schale wird beim Braten weich. Das spart Zeit und Fingerkuppen. Wer mag, gibt eine Prise Oregano oder etwas Zitronenabrieb in die Eimasse. Das schmeckt ein bisschen nach Griechenland.

  • Champignon-Lauch-Gulasch mit Kartoffelpüree

    Champignon-Lauch-Gulasch mit Kartoffelpüree

    Draussen Schmuddelwetter, drinnen Schlemmalarm!

    Der goldene Oktober hat sich krankgemeldet? Macht nichts, dann holen wir uns den Herbst eben selbst auf den Teller. Dieses cremige Champignon-Lauch-Gulasch mit wolkenweichem Kartoffelpüree macht graue Tage zur Nebensache und bringt knurrende Mägen zum Schweigen. Wärmend, würzig und komplett pflanzlich: Da wird selbst der Herbstblues grün vor Neid.

    Soll der Regen ruhig gegen die Scheibe trommeln, er ist bloss die Hintergrundmusik. Wir haben schliesslich Wichtigeres zu tun: Sosse auftunken, Püree schaufeln und den Alltag gepflegt links liegen lassen. Wer jetzt noch an Salat denkt, hat den Ernst der Lage nicht erkannt.

    Zutaten für 4 hungrige Seelen

    Fürs Gulasch:

    • 500 g braune Champignons
    • 2 Stangen Lauch
    • 1 Zwiebel
    • 2 Knoblauchzehen
    • 2 EL Olivenöl
    • 2 EL Tomatenmark
    • 400 ml Gemüsebrühe
    • 200 ml Hafercreme
    • 1 TL getrockneter Thymian
    • Salz und Pfeffer nach Geschmack

    Fürs Kartoffelpüree:

    • 800 g mehligkochende Kartoffeln
    • Salz nach Geschmack
    • 2 EL pflanzliche Margarine
    • 150 ml ungesüsste Pflanzenmilch
    • 1 Prise Muskatnuss

    Zubereitung

    1. Schnippeln statt schnacken!
    Putze die Champignons gründlich. Pilze baden übrigens nicht gern, ein Pinsel oder etwas Küchenpapier reicht völlig. Wasche den Lauch gut, denn zwischen seinen Blättern versteckt sich gern Erde, der kleine Schmutzfink. Dann schneidest du ihn in Ringe. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Tränen gelten hier als Vorfreude.

    2. Die Pilze dürfen Farbe bekennen.
    Erhitze das Olivenöl in einer grossen Pfanne und brate die Champignons kräftig an, bis sie schön gebräunt sind. Und bitte nicht ständig rühren: Pilze brauchen Ruhe, um braun zu werden, genau wie wir am Strand. Blasse Pilze sind zwar auch Pilze, aber wir wollen Röstaromen und keine Schonkost!

    3. Jetzt wird’s aromatisch.
    Gib Zwiebel, Knoblauch und Lauch dazu und dünste alles kurz mit an. Spätestens jetzt steht der erste Neugierige in der Küchentür und fragt scheinheilig: «Wann gibt’s eigentlich Essen?»

    4. Ab in den Sossenhimmel!
    Rühre das Tomatenmark ein und lass es kurz mitrösten. Dann löschst du alles mit der Gemüsebrühe ab und lässt die Mischung 10 Minuten köcheln. Zeit für einen Schluck Wein, und zwar für die Köchin, nicht fürs Gulasch.

    5. Cremigkeit marsch!
    Giesse die Hafercreme dazu und würze mit Thymian, Salz und Pfeffer. Bei niedriger Hitze nochmals 10 Minuten ziehen lassen. Jetzt heisst es Geduld haben und nicht heimlich die halbe Pfanne vernaschen. Probieren ist erlaubt. Dreimal. Na gut, viermal.

    6. Kartoffeln weich kochen.
    Während das Gulasch vor sich hin schmurgelt, schälst du die Kartoffeln und schneidest sie in gleich grosse Stücke. Das ist Demokratie im Kochtopf: Alle werden gleichzeitig weich. Dann gart sie in reichlich Salzwasser, etwa 20 Minuten.

    7. Stampfen, bis das Glück perfekt ist.
    Giesse die Kartoffeln ab und lass sie kurz ausdampfen. Gib Margarine und Pflanzenmilch dazu und stampfe alles zu einem cremigen Püree. Mit Salz und einer Prise Muskatnuss abschmecken. Wer einen miesen Tag hatte, kann ihn jetzt ganz offiziell wegstampfen. Klümpchen sind übrigens kein Charakterfehler, sondern Persönlichkeit!

    8. Anrichten und glücklich sein.
    Verteile das Püree auf die Teller und drück mit dem Löffel eine Mulde hinein. Das ist der Sossensee. Gulasch drüber und den ersten Löffel gönnen. Achtung: Teilen ist erlaubt, aber keinesfalls verpflichtend.

    Küchenfee-Tipp: Ein Teelöffel geräuchertes Paprikapulver im Gulasch und eine Handvoll frische Petersilie obendrauf, und schon wird aus gemütlich unverschämt gut. Am nächsten Tag schmeckt das Gulasch übrigens noch besser, falls es Reste gibt. Was eher selten vorkommt.

    Mein Herbst-Motto: Wenn das Leben dir Regen schickt, mach Gulasch draus!

    Rein pflanzlich. Richtig gemütlich. Unverschämt lecker.