
Jedes Jahr im Herbst passiert es wieder: Die Kürbisse übernehmen die Macht. Sie stapeln sich auf dem Markt, thronen vor jeder Haustür und grinsen einen aus jedem Schaufenster an. Wer sich nicht wehrt, endet mit drei Kürbissen im Einkaufskorb und keinem Plan.
Hier ist der Plan: Der Kürbis wird zum Schnitzel befördert. Ein Bad im Mehl, ein Mantel aus Ei und Käse, und ab in die Pfanne. Was herauskommt, ist knusprig aussen, zart innen und so goldig, dass selbst eingefleischte Fleischesser zweimal hinschauen. Und dann ein drittes Mal, beim Nachschöpfen.
Die Piccata kennt man eigentlich vom Kalbfleisch. Das Kalb dürfte nichts dagegen haben, dass ihm der Kürbis die Show stiehlt. Dazu ein frischer grüner Salat, und fertig ist ein Herbstessen, das in einer halben Stunde auf dem Tisch steht. Bleibt am Ende etwas Kürbis übrig? Keine Sorge, der nächste liegt schon vor der Tür.
Zutaten für 4 Personen
- 600 g Kürbis, geschält, entkernt und in etwa 1 cm dicke Scheiben geschnitten
- Salz, Pfeffer, Muskat
- 3 EL Mehl
- 2 Eier
- 4 EL geriebener Käse
- wenig fein gehackte Kürbiskerne
- Olivenöl oder Butter zum Braten
- grüner Salat als Beilage
Zubereitung
- Die Kürbisscheiben mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
- Das Mehl in einen flachen Teller geben.
- Eier, Käse, Pfeffer und Kürbiskerne in einem tiefen Teller verklopfen.
- Olivenöl oder Butter in der Bratpfanne heiss werden lassen.
- Die Kürbisscheiben zuerst im Mehl, dann in der Ei-Käse-Mischung wenden.
- Portionenweise in der Pfanne goldbraun braten, jede Seite etwa 3 Minuten.
- Herausnehmen, warm stellen und mit grünem Salat servieren.
Küchenfee-Tipp: Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden, denn seine Schale wird beim Braten weich. Das spart Zeit und Fingerkuppen. Wer mag, gibt eine Prise Oregano oder etwas Zitronenabrieb in die Eimasse. Das schmeckt ein bisschen nach Griechenland.

Kommentar verfassen