Champignon-Lauch-Gulasch mit Kartoffelpüree

Draussen Schmuddelwetter, drinnen Schlemmalarm!

Der goldene Oktober hat sich krankgemeldet? Macht nichts, dann holen wir uns den Herbst eben selbst auf den Teller. Dieses cremige Champignon-Lauch-Gulasch mit wolkenweichem Kartoffelpüree macht graue Tage zur Nebensache und bringt knurrende Mägen zum Schweigen. Wärmend, würzig und komplett pflanzlich: Da wird selbst der Herbstblues grün vor Neid.

Soll der Regen ruhig gegen die Scheibe trommeln, er ist bloss die Hintergrundmusik. Wir haben schliesslich Wichtigeres zu tun: Sosse auftunken, Püree schaufeln und den Alltag gepflegt links liegen lassen. Wer jetzt noch an Salat denkt, hat den Ernst der Lage nicht erkannt.

Zutaten für 4 hungrige Seelen

Fürs Gulasch:

  • 500 g braune Champignons
  • 2 Stangen Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Hafercreme
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Fürs Kartoffelpüree:

  • 800 g mehligkochende Kartoffeln
  • Salz nach Geschmack
  • 2 EL pflanzliche Margarine
  • 150 ml ungesüsste Pflanzenmilch
  • 1 Prise Muskatnuss

Zubereitung

1. Schnippeln statt schnacken!
Putze die Champignons gründlich. Pilze baden übrigens nicht gern, ein Pinsel oder etwas Küchenpapier reicht völlig. Wasche den Lauch gut, denn zwischen seinen Blättern versteckt sich gern Erde, der kleine Schmutzfink. Dann schneidest du ihn in Ringe. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Tränen gelten hier als Vorfreude.

2. Die Pilze dürfen Farbe bekennen.
Erhitze das Olivenöl in einer grossen Pfanne und brate die Champignons kräftig an, bis sie schön gebräunt sind. Und bitte nicht ständig rühren: Pilze brauchen Ruhe, um braun zu werden, genau wie wir am Strand. Blasse Pilze sind zwar auch Pilze, aber wir wollen Röstaromen und keine Schonkost!

3. Jetzt wird’s aromatisch.
Gib Zwiebel, Knoblauch und Lauch dazu und dünste alles kurz mit an. Spätestens jetzt steht der erste Neugierige in der Küchentür und fragt scheinheilig: «Wann gibt’s eigentlich Essen?»

4. Ab in den Sossenhimmel!
Rühre das Tomatenmark ein und lass es kurz mitrösten. Dann löschst du alles mit der Gemüsebrühe ab und lässt die Mischung 10 Minuten köcheln. Zeit für einen Schluck Wein, und zwar für die Köchin, nicht fürs Gulasch.

5. Cremigkeit marsch!
Giesse die Hafercreme dazu und würze mit Thymian, Salz und Pfeffer. Bei niedriger Hitze nochmals 10 Minuten ziehen lassen. Jetzt heisst es Geduld haben und nicht heimlich die halbe Pfanne vernaschen. Probieren ist erlaubt. Dreimal. Na gut, viermal.

6. Kartoffeln weich kochen.
Während das Gulasch vor sich hin schmurgelt, schälst du die Kartoffeln und schneidest sie in gleich grosse Stücke. Das ist Demokratie im Kochtopf: Alle werden gleichzeitig weich. Dann gart sie in reichlich Salzwasser, etwa 20 Minuten.

7. Stampfen, bis das Glück perfekt ist.
Giesse die Kartoffeln ab und lass sie kurz ausdampfen. Gib Margarine und Pflanzenmilch dazu und stampfe alles zu einem cremigen Püree. Mit Salz und einer Prise Muskatnuss abschmecken. Wer einen miesen Tag hatte, kann ihn jetzt ganz offiziell wegstampfen. Klümpchen sind übrigens kein Charakterfehler, sondern Persönlichkeit!

8. Anrichten und glücklich sein.
Verteile das Püree auf die Teller und drück mit dem Löffel eine Mulde hinein. Das ist der Sossensee. Gulasch drüber und den ersten Löffel gönnen. Achtung: Teilen ist erlaubt, aber keinesfalls verpflichtend.

Küchenfee-Tipp: Ein Teelöffel geräuchertes Paprikapulver im Gulasch und eine Handvoll frische Petersilie obendrauf, und schon wird aus gemütlich unverschämt gut. Am nächsten Tag schmeckt das Gulasch übrigens noch besser, falls es Reste gibt. Was eher selten vorkommt.

Mein Herbst-Motto: Wenn das Leben dir Regen schickt, mach Gulasch draus!

Rein pflanzlich. Richtig gemütlich. Unverschämt lecker.

Kommentare

Kommentar verfassen