Kategorie: Sommer, Sonne, Schlemmerspass

  • Zucchiniblütenpaste – Sommer im Glas

    Zucchiniblütenpaste – Sommer im Glas

    Es gibt Leute, die stellen Zucchiniblüten in die Vase. Und es gibt Leute, die machen etwas Gescheites daraus. Diese Paste gehört eindeutig zur zweiten Sorte.

    Im Sommer explodieren die Zucchinipflanzen förmlich. Jeden Morgen leuchten neue Blüten wie kleine gelbe Trompeten, die laut «Iss mich!» rufen. Gefüllt, frittiert, im Omelett, alles schon gehabt? Dann ab in den Mixer mit ihnen. Mit gerösteten Mandeln, Parmesan, Knoblauch und gutem Olivenöl wird daraus ein Pesto, das nach Sonne, Garten und Ferien schmeckt.

    Die Biene schaut zwar etwas beleidigt drein. Aber ehrlich, sie hat ja noch genug andere Blüten. Wir dagegen haben nur einen Sommer im Jahr. Und den füllen wir jetzt in Gläser.

    Zutaten

    • 180 g Zucchiniblüten, gereinigt, ohne Stempel
    • 50 g geröstete Mandeln oder Walnüsse
    • 50 g Parmigiano
    • 2 Knoblauchzehen
    • ein paar Basilikumblätter
    • etwas Zitronensaft
    • Salz und Pfeffer nach Geschmack
    • 80 g Olivenöl

    Die Mengen sind nur ein Richtwert. Mehr Knoblauch, weniger Käse, eine Handvoll Basilikum extra? Die Küchenfee entscheidet.

    Zubereitung

    1. Alle Zutaten fein pürieren.
    2. In Gläser abfüllen. Im Kühlschrank hält die Paste etwa 3 Tage.
    3. Wer länger etwas davon haben will, friert sie portionenweise ein.

    Küchenfee-Tipp: Das gleiche Pesto gelingt auch mit Kürbisblüten. Und wer nicht weiss, wohin damit: zu Pasta, aufs geröstete Brot, als Dip zu Gemüsesticks oder als Klecks auf die Ofenkartoffel. Am Ende landet es aber sowieso direkt vom Löffel im Mund. Gesehen hat das niemand.

  • Kartoffel- und Zucchiniwürfel mit Speckspiessen aus dem Ofen

    Kartoffel- und Zucchiniwürfel mit Speckspiessen aus dem Ofen

    Es gibt Tage, da hat die Küchenfee keine Lust zu zaubern. Die Sonne brennt, der Kopf ist voll, und um zwölf Uhr stehen die hungrigen Mäuler trotzdem pünktlich am Tisch. Für genau solche Tage gibt es dieses Rezept: schnippeln, würzen, aufspiessen, ab in den Ofen. Und dann? Füsse hoch. Den Rest erledigt der Backofen, ganz ohne Gejammer.

    Die Kartoffeln bekommen Oregano und Zitrone, was ein bisschen nach griechischer Taverne schmeckt. Die Zucchini wird mit Chili ein wenig aufgemischt. Und die Stars des Blechs sind die Speckröllchen mit geschmolzenem Käse drin. Spätestens wenn der Mozzarella aus dem Speck lugt, stehen alle schon mit der Gabel in der Küche.

    Ein Blech, ein Ofen, ein Mittagessen. Abwasch fast keiner. Mehr Zauberei braucht es manchmal gar nicht.

    Zutaten für 4 Personen

    • 1 kg Kartoffeln
    • 2 mittelgrosse Zucchini
    • 16 Speckstreifen
    • 1 Kugel Mozzarella (125 g) oder ein anderer Käse
    • Olivenöl
    • Salz, Pfeffer, Oregano, Saft von ½ Zitrone (für die Kartoffeln)
    • Salz, Pfeffer, Chili (für die Zucchini)
    • 4 Spiesse

    Zubereitung

    1. Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
    2. Die Kartoffeln in mundgerechte Stücke schneiden und kräftig mit Salz, Pfeffer, Oregano, Zitronensaft und Olivenöl würzen.
    3. Die Zucchini ebenfalls in mundgerechte Würfel schneiden und mit Salz, Pfeffer, Chili und Olivenöl würzen.
    4. Mozzarella in 16 kleine Stücke schneiden. Jeden Speckstreifen mit einem Stück Käse aufrollen und je 4 Röllchen auf einen Spiess stecken.
    5. Alles zusammen auf ein Backblech geben und im Ofen etwa 30 Minuten garen.
    6. Herausnehmen, auf den Tisch stellen und schnell sein. Der Erste kriegt den knusprigsten Spiess.

    Küchenfee-Tipp: Wer die Kartoffeln besonders knusprig mag, schiebt sie 10 Minuten vor dem Rest in den Ofen und wendet sie einmal. Statt Mozzarella schmecken auch Feta oder ein Stück Halloumi im Speckmantel. Opa!

  • Gurken-Edamame-Salat mit Ingwer, Sesam und Chili

    Gurken-Edamame-Salat mit Ingwer, Sesam und Chili

    Knackig, frech und alles andere als ein langweiliger Beilagensalat!

    Mal ehrlich: Gurkensalat kann jeder. Aber Gurke trifft Edamame, Ingwer, Knoblauch und ein asiatisch angehauchtes Dressing mit Sesam und Chili Crunch? Da wird aus dem unscheinbaren Grünzeug plötzlich eine ziemlich aufregende Angelegenheit. Die Gurke trägt jetzt Sonnenbrille.

    Knackige Gurken, zarte Edamame und frische Kräuter baden in einem süss-säuerlichen Dressing, das ordentlich Geschmack auf die Gabel bringt. Dazu eine Prise Chili für den Extra-Kick, und schon ist Schluss mit traurigen Salatblättern, die nur zur Deko auf dem Teller liegen!

    Das Beste daran? Der Salat ist herrlich unkompliziert, wunderbar erfrischend und in wenigen Minuten zusammengerührt. Perfekt für heisse Tage, die Mittagspause, den Grillabend oder immer dann, wenn du etwas Frisches willst, ohne stundenlang am Herd zu stehen.

    Die einzige Gefahr: Du wolltest eigentlich nur ein kleines Schälchen und stehst plötzlich mit der Gabel direkt über der Salatschüssel. Ich urteile nicht. Ich mache das genauso!

    Zutaten für 4 Portionen als Beilage, 2 als leichtes Hauptgericht

    Für den Salat

    • 2 Salatgurken
    • 200 g Edamame, tiefgekühlt und ausgelöst
    • 1 Bund frische Kräuter, z. B. Koriander oder Petersilie

    Für das Dressing

    • 3 EL neutrales Pflanzenöl
    • 2 EL Reisessig oder Apfelessig
    • 2 EL Tamari oder Sojasauce
    • 1 EL geröstetes Sesamöl
    • 1 EL Ahornsirup oder Honig
    • 1 fein gehackte Knoblauchzehe
    • 1 TL frisch geriebener Ingwer
    • 1 TL Chili Crunch (nach Mut)
    • Salz nach Geschmack

    So einfach geht’s

    1. Edamame startklar machen
    Die Edamame in kochendes Salzwasser geben und nach Packungsanweisung garen, bis sie zart sind. Etwa 5 Minuten sind ein guter Richtwert. Abgiessen, kalt abschrecken und gut abkühlen lassen. Die kleinen grünen Böhnchen gehen ab jetzt nur noch kalt baden.

    2. Gurken in Knack-Laune bringen
    Gurken waschen und in mundgerechte Würfel schneiden. Kräuter grob hacken. Schon jetzt sieht das Ganze verdächtig nach Sommer auf dem Teller aus.

    3. Das Dressing hat seinen grossen Auftritt
    Öl, Essig, Tamari, Sesamöl, Ahornsirup, Knoblauch und Ingwer in einer Schüssel verrühren. Chili Crunch dazugeben und mit wenig Salz abschmecken. Die Sojasauce ist schon salzig.
    Süss, salzig, säuerlich, würzig und auf Wunsch feurig: Dieses Dressing hat mehr Persönlichkeit als mancher Dinnergast!

    4. Alles ab in die Schüssel
    Gurken, Edamame und Kräuter in eine grosse Schüssel geben, das Dressing darübergiessen und alles gründlich mischen. Jedes Gurkenwürfelchen soll etwas abbekommen. Gerechtigkeit muss sein.

    5. Kurz durchziehen lassen und geniessen
    Den Salat etwa 10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden. Dann heisst es: Gabel raus und los!
    Wer es extra knackig mag, gibt das Dressing erst kurz vor dem Servieren dazu und lässt dafür die Wartezeit weg.

    Tipps der Küchenfee

    Du liebst Crunch? Gerösteten Sesam oder gehackte Erdnüsse darüberstreuen. Das gibt Biss und ein nussiges Aroma.

    Du magst es feurig? Dann darf der Chili Crunch ruhig grosszügiger ausfallen. Aber beschwer dich hinterher nicht bei der Gurke! Die ist bekanntlich die Coolste am Tisch.

    Du brauchst mehr Frische? Ein Spritzer Limettensaft bringt Säure ins Spiel und passt wunderbar zu Ingwer und Sesam.

    Koriander oder Petersilie? Koriander bringt die asiatische Note. Petersilie ist milder und die Rettung für alle, die bei Koriander an Seife denken. Ja, das gibt es, und es liegt an den Genen. Du bist also unschuldig.

    Du willst den Salat aufpeppen? Avocado, Frühlingszwiebeln oder fein geschnittene Rüebli passen ebenfalls hervorragend.

    So servierst du deinen Gurken-Edamame-Salat

    • Als leichtes Hauptgericht: mit Reis oder Nudeln für eine sättigende Mahlzeit.
    • Zum Grillen: als frische, würzige Begleitung zu Grillgemüse, Tofu oder Fleisch.
    • Als Meal Prep: Dressing separat aufbewahren und erst kurz vor dem Essen untermischen, damit die Gurken knackig bleiben.
    • Zur asiatischen Küche: zu Reisgerichten, gebratenen Nudeln oder knusprigem Tofu.

    Fazit: Frisch, knackig, aromatisch und mit genau der richtigen Portion Feuer. Dieser Salat beweist: Gesund ist nicht langweilig. Gesund trägt Sonnenbrille.

    Frisch, knackig, aromatisch und mit genau der richtigen Portion Feuer. Dieser Salat beweist: Gesund ist nicht langweilig. Gesund trägt Sonnenbrille.

  • Focaccia mit Tomaten, Knoblauch und Thymian

    Focaccia mit Tomaten, Knoblauch und Thymian

    Aussen knusprig, innen fluffig und verdammt schwer zu teilen!

    Mal ehrlich: Wer braucht schon einen Therapeuten, wenn es frisch gebackene Focaccia gibt? Aussen knusprig, innen fluffig, dazu saftige Tomaten, aromatischer Knoblauch und duftende Kräuter. Ein ordentlicher Schluck Olivenöl obendrauf, und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Zumindest bis das Blech leer ist.

    Diese italienische Schönheit beweist, dass Mehl, Wasser und Olivenöl mehr draufhaben als so manches Drei-Gänge-Menü. Sie passt zum Grillabend, auf den Antipasti-Teller oder einfach direkt in deine Hand. Teilen ist übrigens freiwillig. Sehr freiwillig.

    Kleiner Warnhinweis: Der Duft beim Backen kann dazu führen, dass plötzlich Menschen in deiner Küche stehen, die du gar nicht eingeladen hast. Nachbarn. Verwandte. Die Katze von gegenüber. Selbst schuld, wenn du so gut backst!

    Auf einen Blick

    • Vorbereitung: ca. 20 Minuten
    • Gehzeit: 60–90 Minuten, plus 15–20 Minuten auf dem Blech
    • Backzeit: 20–25 Minuten
    • Backtemperatur: 230 °C Ober-/Unterhitze
    • Ergibt: 1 grosses Backblech

    Zutaten

    Für den Teig

    • 720 ml lauwarmes Wasser
    • 1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
    • 780 g Weissmehl (Type 550)
    • 1 EL Salz
    • 180 ml gutes Olivenöl, aufgeteilt

    Für den Belag

    • 2–3 Knoblauchzehen, in dünnen Scheiben
    • 150 g Cherrytomaten, halbiert
    • 1 TL frische Thymianblättchen
    • 1 EL frischer Rosmarin, gehackt
    • Meersalzflocken
    • frisch gemahlener Pfeffer

    So geht’s

    1. Hefe wecken: Schönheitsschlaf beendet!
    Vermische das lauwarme Wasser mit der Trockenhefe in einer grossen Schüssel und lass alles etwa 5 Minuten stehen. Die Hefe braucht einen Moment, um in Stimmung zu kommen. Kennen wir alle, montags.

    2. Ran an den Teig!
    Mehl und Salz dazugeben und alles mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer mit Knethaken etwa 6 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Er ist ziemlich feucht und klebt? Keine Panik! Genau das macht die Focaccia später so schön fluffig. Mehl nachkippen ist verboten.

    3. Geduld ist eine Tugend. Meistens.
    Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort 60–90 Minuten gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat. In der Zwischenzeit kannst du so tun, als würdest du nicht alle zehn Minuten unters Tuch schauen.

    4. Ab aufs Blech!
    Ein Backblech grosszügig mit einem Teil des Olivenöls einfetten. Den Teig vorsichtig daraufziehen und nochmals 15–20 Minuten entspannen lassen. Er soll schliesslich nicht nur fluffig werden, sondern auch tiefenentspannt.

    5. Jetzt wird’s olivenölverdächtig gut!
    Den Ofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Etwas Olivenöl über den Teig träufeln und mit allen zehn Fingerspitzen die typischen Mulden hineindrücken. Keine falsche Scheu, hier darf ordentlich getatscht werden! Es ist das einzige Rezept, bei dem Fingerabdrücke ausdrücklich erwünscht sind.
    Dann Tomaten und Knoblauch verteilen und mit Thymian, Rosmarin, Meersalzflocken und Pfeffer bestreuen.

    6. Ab in den Ofen mit dem italienischen Glück!
    Die Focaccia 20–25 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig ist. Gegen Ende im Auge behalten, denn jeder Ofen hat seine eigene Vorstellung von Perfektion. Nach dem Backen nach Belieben mit dem restlichen Olivenöl beträufeln.

    7. Der schwierigste Teil: warten!
    Lass die Focaccia kurz abkühlen, bevor du sie anschneidest. Ja, ich weiss. Der Duft ist gemein. Aber verbrannte Finger sind kein italienisches Geschmackserlebnis.

    Die Küchenfee verrät ihre Tricks

    Olivenöl ist kein Dekorationsartikel. Es sorgt für Geschmack, eine saftige Krume und eine knusprige Kruste. Also bitte nicht geizen! Wer hier spart, spart am falschen Ort.

    Frische Kräuter machen den Unterschied. Thymian und Rosmarin bringen Mittelmeerduft in die Küche. Wer mag, gibt noch etwas Oregano dazu. Hier in Griechenland würde man sagen: Ohne Rigani geht sowieso gar nichts.

    Löcher sind ausdrücklich erwünscht. Die Mulden sorgen für die typische Focaccia-Optik und sind kleine Swimmingpools fürs Olivenöl.

    Ein heisser Ofen ist Pflicht. Rechtzeitig vorheizen, damit die Focaccia schön aufgeht und goldbraun wird. Ein lauwarmer Ofen backt nur lauwarme Ergebnisse.

    Lust auf Abwechslung? Peperoni, dünne Zucchettischeiben, Oliven oder getrocknete Tomaten machen sich ebenfalls hervorragend auf deinem italienischen Lieblingsbrot. Und mit Kalamata-Oliven und Feta wird daraus fast eine griechische Cousine.

    Mein persönlicher Tipp: Serviere die Focaccia noch leicht warm mit einem Schälchen gutem Olivenöl zum Dippen. Mehr braucht es manchmal wirklich nicht. Höchstens ein zweites Blech.

  • Feurige Auberginenpfanne mit Datteln und Walnüssen

    Feurige Auberginenpfanne mit Datteln und Walnüssen

    Für alle, die es gern heiss, würzig und ein bisschen frech mögen!

    Wer behauptet eigentlich, Gemüse sei langweilig? Der hat diese Auberginenpfanne noch nicht probiert! Saftige Auberginen, knackige Peperoni, süsse Datteln und geröstete Baumnüsse treffen auf feurige Chiliflocken, orientalische Gewürze und eine fruchtige Tomatensauce. Süss, scharf, würzig und mit ordentlich Charakter: Hier tanzen die Geschmacksknospen Samba. Mit Hüftschwung!

    Und das Beste? Du brauchst weder ein Sternekoch-Diplom noch eine Küche in Palastgrösse. Ein paar frische Zutaten, eine Pfanne und Lust auf gutes Essen reichen völlig.

    Ob als vegetarisches Hauptgericht mit Couscous, Bulgur oder Reis oder als raffinierte Beilage zu Fleisch und Fisch: Diese Pfanne macht überall eine gute Figur.

    Achtung, Schärfewarnung: Die Aubergine sieht zwar unschuldig aus, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Das heisst: hinter dem grünen Hütchen.

    Auf einen Blick

    • Vorbereitung: ca. 15 Minuten, plus 15–20 Minuten Salzbad für die Auberginen
    • Zubereitung: ca. 15–20 Minuten
    • Schwierigkeitsgrad: unkompliziert
    • Portionen: 3–4

    Zutaten

    • 2 grosse Auberginen
    • Salz zum Entwässern und Abschmecken
    • 2 rote Peperoni
    • 3 Frühlingszwiebeln
    • 50 g Datteln, entsteint
    • 50 g Baumnusskerne (Walnüsse)
    • 1 Dose passierte Tomaten (ca. 400 g)
    • ½ TL Chiliflocken
    • ¼ TL Kreuzkümmel (Cumin)
    • 1 Prise Zimt
    • 1 TL Honig
    • Pfeffer nach Geschmack
    • 1 Schuss Zitronensaft
    • Olivenöl zum Anbraten

    Zubereitung

    1. Auberginen auf die Folterbank!
    Auberginen waschen und in Scheiben schneiden. Auf Küchenpapier legen, beidseitig salzen und 15–20 Minuten ruhen lassen. Sie schwitzen jetzt ihr überschüssiges Wasser aus. Gut so, denn wer weniger Wasser hat, saugt nachher weniger Öl auf und brät schöner. Danach gründlich trocken tupfen.

    2. Schnippeln, was das Zeug hält!
    Während die Auberginen in der Sauna sitzen, würfelst du die Peperoni fein, schneidest die Frühlingszwiebeln in Ringe, hackst die Datteln klein und zerkleinerst die Nüsse grob.

    3. Nüsse mit Röstaroma: So geht Genuss!
    Die Nüsse in einer heissen Pfanne ohne Öl etwa eine Minute rösten und dabei schwenken. Sobald sie herrlich duften, sofort herausnehmen. Wirklich sofort: Zwischen «duftet himmlisch» und «riecht verdächtig» liegen genau zehn Sekunden. Und nein, nicht schon vorher wegknuspern!

    4. Jetzt wird’s heiss!
    Etwas Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen. Auberginen, Peperoni und Frühlingszwiebeln hineingeben und unter gelegentlichem Wenden kräftig anbraten. Die Auberginen sollen Farbe bekommen und Röstaromen entwickeln. Blass ist hier keine Option.

    5. Süss trifft scharf!
    Passierte Tomaten dazugiessen, dann Datteln, Chiliflocken, Kreuzkümmel, Zimt und Honig dazugeben. Gut verrühren und einige Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist und sich die Aromen miteinander verbrüdert haben.

    6. Das würzige Finale!
    Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Vorsicht beim Salz, die Auberginen haben schon was abbekommen! Die gerösteten Nüsse unterheben oder erst beim Servieren darüberstreuen. So bleiben sie schön knusprig.

    Und voilà: eine Gemüsepfanne, die süss, scharf, nussig und fruchtig in einem ist. Ein Allrounder mit Feuer im Herzen!

    Tipps der Küchenfee

    Ein echtes Multitalent: Mit Couscous, Bulgur oder Reis wird daraus eine sättigende vegetarische Mahlzeit. Auch Kartoffeln passen hervorragend. Und ein Klecks griechischer Joghurt obendrauf löscht das Feuer ganz charmant.

    Mehr Feuer oder lieber Glut? Wer es schärfer mag, erhöht die Chilimenge. Lieber milder? Weniger Chili, und die Datteln dürfen für sich sprechen. Die haben ohnehin viel Süsses zu sagen.

    Reste? Glück gehabt! Am nächsten Tag schmeckt die Pfanne sogar noch besser, weil die Gewürze über Nacht ordentlich durchziehen. Kalt aus dem Kühlschrank auf ein Stück Brot ist übrigens auch kein Verbrechen.

    Mein Feuer-Motto: Lieber eine scharfe Pfanne auf dem Tisch als ein lauwarmes Leben. Und für Notfälle steht der Joghurt bereit.