Oh Mond leuchte für mich

Manchmal stolpert das Glück ganz leise ins Leben – und manchmal hängt es einfach fett und glitzernd am Himmel.

So war es bei mir: Ich lag todmüde in einem Hotelbett, eigentlich schon halb im Traumland, als mein Blick durch die offene Balkontür nach draußen wanderte. Und da war er: der Vollmond – strahlend, rund und ziemlich selbstbewusst – umzingelt von funkelnden Sternen. Der Himmel hatte sich an diesem Abend offenbar besonders herausgeputzt und eine kitschige Show der Extraklasse auf die Beine gestellt.

Ich konnte einfach nicht wegsehen. Obwohl mein Bett mich dringend zurückhaben wollte und meine Augen schon protestierten, blieb ich liegen und staunte. Dieses Bild war so wunderschön, dass es fast schon unverschämt war. Der Mond leuchtete, die Sterne glitzerten, und in mir wurde es plötzlich ganz warm und leicht. Für einen Moment schien die Welt stillzustehen – kein Stress, kein Lärm, keine Sorgen. Nur ich, der Nachthimmel und dieses unglaubliche Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.

Es war, als hätte mir der Mond persönlich zugezwinkert und gesagt: „Na, siehst du? Das Leben kann auch schön sein!“ Und tatsächlich berührte mich dieser Anblick tief im Herzen. Ich fühlte mich glücklich, geborgen und gleichzeitig wunderbar beschwingt – ein bisschen verträumt, ein bisschen überwältigt und vielleicht auch ein kleines bisschen verliebt in die Nacht.

Seit diesem besonderen Abend suche ich bei jedem Vollmond wieder den Himmel ab. Ich halte Ausschau nach diesem runden Leuchtkeks zwischen den Sternen, in der Hoffnung, dass er mir mein unbeschreibliches Glücksgefühl

zurückbringt. Und meistens schafft er es auch – ganz frech und zuverlässig, als hätte er ein persönliches Abo auf meine gute Laune.

Genau deshalb ist dieses Lied entstanden: als musikalische Liebeserklärung an den Mond, an die Magie solcher Augenblicke und an das Glück, das manchmal völlig unerwartet durch eine offene Balkontür spaziert.

🎧 Zum Reinhören: https://suno.com/s/fmMCA0CHdVpJec7M

Liedtext

Wenn die Stadt langsam schweigt, und die Nacht ihre Schatten zeigt, steig ich hinaus ins weite Blau, und über mir bist du genau. Ein silbernes Licht auf meinem Gesicht, du malst die Dunkelheit mit deinem Licht. Die Sterne verstreut wie ein Meer aus Gold, und alles wird still, wenn der Vollmond kommt.

Und für einen Augenblick hält die Welt den Atem an. Ich seh nach oben und ich weiß, dass die Nacht mich hören kann.

Oh Mond, leuchte für mich, durch die endlose Nacht. Unter Sternen steh ich hier, von deinem Silber bewacht. Oh Mond, bleib noch ein bisschen, geh noch nicht fort von mir. Denn wenn du am Himmel stehst, fühlt sich alles leichter an hier.

Du kennst die Träume der Menschen bei Nacht, hast über Liebende leise gewacht. Hast Tränen gesehen und Lachen gehört, hast tausend Geheimnisse niemals zerstört. Du ziehst deine Bahn durch die Ewigkeit, so fern und doch nah in der Dunkelheit. Und während die Erde sich langsam dreht, bin ich nur ein Augenblick, der zu dir hochsieht.

Und für einen Augenblick wird die Zeit ganz langsam still. Ich muss nichts verstehen, wenn ich nur bei dir sein will.

Oh Mond, leuchte für mich, durch die endlose Nacht. Unter Sternen steh ich hier, von deinem Silber bewacht. Oh Mond, bleib noch ein bisschen, geh noch nicht fort von mir. Denn wenn du am Himmel stehst, fühlt sich alles leichter an hier.

Vielleicht sind wir beide nur Licht in der Dunkelheit, ein kleiner Funke Ewigkeit in dieser großen Zeit. Und wenn der Morgen kommt und dein Leuchten verblasst, nehm ich die Nacht in mein Herz, weil du sie schöner gemacht hast.

Oh Mond, leuchte für mich, noch ein letztes Mal. Unter einem Himmel voller Sterne, so grenzenlos und klar. Oh Mond, bleib in meinen Träumen, wenn die Nacht vorüberzieht. Denn irgendwo über mir weiß ich, dass dein Licht noch glüht.

Und wenn die Welt wieder erwacht, denk ich zurück an diese Nacht. An tausend Sterne, still und weit – und deinen Schein für alle Zeit.

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