Kategorie: Griechenland im Kochtopf

  • Wassermelonen-Feta-Salat mit Rucola

    Wassermelonen-Feta-Salat mit Rucola

    Süss trifft salzig, und der Sommer schmeisst eine Party!

    Saftig-süsse Wassermelone flirtet mit würzigem Feta, pfeffriger Rucola mischt sich frech ein, und knackige Baumnüsse sorgen für den nötigen Biss. Dazu ein feines Dressing aus Olivenöl und Balsamico, fertig ist ein Salat, der alles andere als brav ist.

    Hier in Griechenland ist diese Kombination übrigens keine verrückte Erfindung, sondern Sommeralltag. Karpouzi me feta, Wassermelone mit Feta, steht im August auf jedem zweiten Tisch: nach dem Baden, im Schatten, mit salzigen Fingern und sandigen Füssen. Wer’s einmal probiert hat, versteht sofort, warum.

    Perfekt für heisse Tage, Grillabende oder immer dann, wenn du Lust auf etwas Leichtes hast, ohne auf Geschmack zu verzichten. Und wer behauptet, Obst habe im Salat nichts verloren, bekommt einen Teller vorgesetzt und darf seine Meinung nach dem ersten Bissen in aller Ruhe überdenken.

    Zutaten für ca. 4 Portionen

    • 800 g Wassermelone (Fruchtfleisch)
    • 150 g Feta
    • 75 g Rucola
    • 50 g Baumnüsse (Walnüsse)
    • 2 EL Olivenöl
    • 1 EL Aceto balsamico
    • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
    • nach Belieben: ein paar frische Minzblätter

    Zubereitung

    1. Die Melone in Form bringen
    Die Wassermelone schälen, Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Würfel schneiden. Je reifer und saftiger, desto besser. Die Melone bringt die Süsse, der Feta ist schon auf dem Weg.

    2. Rucola frisch machen
    Rucola waschen und gut trocken schleudern. Niemand will einen Salat, der eher nach Poolparty als nach Sommergenuss schmeckt.

    3. Feta zerlegen
    Den Feta würfeln oder mit den Fingern grob zerbröseln. Rustikal ist erwünscht. Das hier ist ein Sommersalat und keine Bewerbung für eine Käse-Modenschau.

    4. Nüsse rösten
    Die Baumnüsse grob hacken und kurz in einer Pfanne ohne Fett rösten. Gut im Auge behalten, zwischen «herrlich geröstet» und «verkohlt mit Charakter» liegen nur wenige Sekunden. Etwas abkühlen lassen.

    5. Das Dressing
    Olivenöl und Balsamico verrühren und mit Pfeffer und wenig Salz abschmecken. Wenig, weil der Feta schon ordentlich Würze mitbringt.

    6. Alles in die Schüssel
    Melone, Rucola und Feta in eine grosse Schüssel geben, das Dressing darüberträufeln und vorsichtig mischen, damit die Melonenwürfel ihre Form behalten und der Feta nicht ganz zerfällt. Zum Schluss die Nüsse und, wer mag, ein paar Minzblätter darüberstreuen. Sofort servieren!

    Tipps der Küchenfee

    Kalt, kälter, Melone: Die Wassermelone vorher ein paar Stunden in den Kühlschrank legen. Eiskalt schmeckt der Salat an heissen Tagen am besten.

    Erst kurz vor dem Essen anmachen: Die Melone gibt schnell Saft ab. Wer den Salat vorbereiten will, mischt alles erst unmittelbar vor dem Servieren.

    Zum Grillieren: Der Salat passt wunderbar zu gegrilltem Gemüse, Fleisch oder den Halloumi-Spiessen. Und mach lieber gleich die doppelte Menge, sonst fragt am Ende garantiert jemand: «War das etwa schon alles?»

    Griechische Variante: Statt Balsamico einfach einen Spritzer Zitrone und eine Prise getrockneten Oregano. So isst man ihn auf Kreta am Strand.

    Wetterbericht für deinen Teller:
    Sonnig und 30 Grad im Schatten, leicht salzige Brise aus Richtung Feta, vereinzelt knusprige Schauer.
    Aussichten für morgen: Lust auf Wiederholung.

  • Joghurtmousse mit Thymian-Honig-Nüssen

    Joghurtmousse mit Thymian-Honig-Nüssen

    Süss, frech und herrlich cremig: Dieses Dessert hat den Honig nicht nur im Namen!

    Wer behauptet, Joghurt sei langweilig, hat ihn noch nie im Abendkleid gesehen. Hier trifft fluffige Joghurtmousse auf fruchtige Himbeeren, knackige Honignüsse und eine feine Thymiannote, die dem Ganzen ordentlich Pfiff gibt. Cremig, fruchtig, nussig und genau richtig süss: Da wird der Nachtisch zum Hauptdarsteller.

    Der Star im Hintergrund ist der Thymianhonig. Hier auf Kreta summen die Bienen im Sommer über die wilden Thymianbüsche in den Bergen, und heraus kommt ein Honig, der nach Sonne, Kräutern und Ferien schmeckt. Ein Löffel davon, und man hört fast die Zikaden zirpen.

    Und weil das Ganze im Glas daherkommt, sieht es aus, als hätte es stundenlang ein Dessert-Coaching besucht. Dabei ist die Zubereitung herrlich unkompliziert.

    Achtung: Wer dieses Dessert serviert, erlebt Folgendes: Erst wird höflich gelöffelt, dann verdächtig oft ins Nachbarglas geschielt, und am Ende fragt jemand ganz beiläufig, ob in der Küche zufällig noch Nachschub wartet.

    Zutaten für 4 Dessertgläser (à ca. 350 ml)

    Insgesamt 150 g Thymianhonig, aufgeteilt in:

    • 75 g für die Mousse
    • 50 g für die Himbeersauce
    • 25 g für die Nüsse

    Für die Joghurtmousse

    • 500 g Vollmilchjoghurt (oder griechischer Joghurt für extra Cremigkeit)
    • 2 dl Rahm
    • 3 Blatt Gelatine
    • 1 Vanilleschote

    Für die Himbeersauce

    • 300 g Himbeeren, frisch oder tiefgekühlt

    Für die Honignüsse

    • 25 g Pistazien
    • 75 g Baumnüsse (Walnüsse)

    Ausserdem: Backpapier, ein paar frische Himbeeren und Thymianzweiglein zum Garnieren

    Zubereitung

    1. Himbeeren auftauen lassen
    Tiefgekühlte Himbeeren in einer Schüssel auftauen lassen. Frische können sofort mitspielen.

    2. Knackige Honignüsse
    Pistazien und Baumnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. 25 g Honig dazugeben und kurz rühren, bis alle Nüsse glänzend überzogen sind. Auf einem Backpapier ausbreiten und vollständig auskühlen lassen.
    Und bitte nicht heiss naschen! Heisser Honig ist kein Lippenbalsam.

    3. Gelatine einweichen
    Die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen (Zeit nach Packungsangabe). Während sie badet, geht’s weiter.

    4. Vanille und Rahm
    Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Den Rahm steif schlagen und kühl stellen.

    5. Himbeersauce mixen
    Himbeeren mit 50 g Honig fein pürieren. Wer keine Kerne zwischen den Zähnen mag, streicht die Sauce durch ein feines Sieb.

    6. Die Mousse wird flauschig
    Joghurt mit 75 g Honig und dem Vanillemark glatt rühren. Die Gelatine gut ausdrücken und in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze auflösen, nicht kochen! Drei Esslöffel Joghurtcreme in die flüssige Gelatine rühren, dann diese Mischung zügig unter die restliche Creme ziehen. Zum Schluss den Rahm vorsichtig unterheben.
    Unterheben heisst sanft falten, nicht verprügeln. Wir wollen eine luftige Mousse und keinen beleidigten Joghurt.

    7. Schichten
    Die Hälfte der Mousse auf die Gläser verteilen. Etwa zwei Drittel der Himbeersauce darübergeben und die Hälfte der Honignüsse daraufstreuen. Dann die restliche Mousse einfüllen. Die Gläser mindestens 3 Stunden kalt stellen.

    8. Das grosse Finale
    Kurz vor dem Servieren die restliche Himbeersauce und die übrigen Nüsse obendrauf geben. Mit frischen Himbeeren und einem Thymianzweiglein garnieren. Fertig ist der grosse Auftritt.

    Tipps der Küchenfee

    Knusper bleibt knusprig: Die Nüsse in der Mitte werden im Kühlschrank etwas weicher, das ist gewollt und schmeckt wie Nougat. Die oberen Nüsse kommen dafür erst kurz vor dem Servieren drauf, die liefern den Crunch.

    Säuerlicher gefällig? Einen Teil der Himbeeren durch Johannisbeeren ersetzen.

    Gelatine-Geheimnis: Die aufgelöste Gelatine nie direkt in die kalte Creme kippen, sonst zieht sie Fäden. Immer erst mit ein paar Löffeln Creme angleichen, wie in Schritt 6.

    Gläser mit Durchblick: Durchsichtige Gläser zeigen die schönen Schichten. Halbe Show ist hier keine Option!

    Fundbüro, Meldung Nr. 1:
    Vermisst wird der letzte Löffel Joghurtmousse.
    Zuletzt gesehen: gestern Nacht, im Kühlschrank, Glas Nr. 3.
    Hinweise werden diskret entgegengenommen. Tatverdächtige werden gebeten, sich die Himbeersauce aus dem Mundwinkel zu wischen.

  • Honigglasierte Halloumi-Spiesse

    Honigglasierte Halloumi-Spiesse

    Süss, salzig, frech: Diese Spiesse wissen genau, was sie wollen!

    Aussen goldbraun, innen herrlich quietschig und umhüllt von einer Honigglasur, die süchtig machen könnte. Diese Halloumi-Spiesse sind der Flirt auf jedem Grillbuffet: ein bisschen süss, eine Prise Rauch, ein Spritzer Zitrone und ganz viel Geschmack.

    Halloumi stammt aus Zypern und hat eine besondere Superkraft: Er schmilzt nicht, wenn man ihn grilliert. Er bleibt standhaft, bekommt eine goldene Kruste und quietscht beim Reinbeissen leise zwischen den Zähnen. Ein Käse mit Charakter und Soundeffekt!

    Die Spiesse brauchen kein Fleisch, um die Show zu stehlen. Einmal probiert, und die vermeintliche Beilage wird zur heimlichen Hauptdarstellerin. Die Würste schauen dann ein bisschen beleidigt vom Rost.

    Zutaten für ca. 4 Portionen (8 Spiesse)

    • 400 g Halloumi
    • 3 EL flüssiger Honig
    • 2 EL Olivenöl
    • 1 EL Sojasauce
    • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
    • Saft einer halben Zitrone
    • frische Kräuter, z. B. Thymian oder Rosmarin, zum Garnieren
    • 8 Holzspiesse

    Zubereitung

    1. Spiesse baden schicken
    Die Holzspiesse mindestens 30 Minuten in Wasser einweichen. Sonst gehen sie auf dem Grill in Flammen auf, und das ist zwar spektakulär, aber nicht lecker.

    2. Grill anheizen
    Den Grill oder eine Grillpfanne auf mittlere Hitze (ca. 180 °C) bringen.

    3. Würfeln und aufspiessen
    Den Halloumi in etwa 2 cm grosse Würfel schneiden und auf die eingeweichten Spiesse stecken.

    4. Die Glasur anrühren
    Honig, Olivenöl, Sojasauce, Zitronensaft und Paprikapulver in einer kleinen Schüssel verrühren. Probieren erlaubt, ablecken des Löffels ausdrücklich empfohlen.

    5. Ab auf den Grill
    Die Spiesse dünn mit der Glasur bepinseln und auf den Grill legen. Rundum insgesamt 8–10 Minuten grillieren und dabei immer wieder wenden, bis der Halloumi schöne Grillstreifen hat. Den grössten Teil der Glasur erst in den letzten Minuten aufpinseln. Honig bräunt schnell und wird sonst bitter statt goldig.

    6. Garnieren und servieren
    Die Spiesse vom Grill nehmen, mit frischen Kräutern bestreuen und sofort servieren. Halloumi schmeckt warm am besten. Kalt wird er zäh und verliert sein Quietschen. Und das wäre wirklich schade.

    Tipps der Küchenfee

    Bunte Spiesse: Abwechselnd mit Peperonistücken, Zucchettischeiben oder Cherrytomaten aufspiessen. Das sieht fröhlich aus und macht die Spiesse zur vollwertigen Mahlzeit.

    Flüssiger Honig für eine glatte Glasur: Cremiger Honig lässt sich schlecht verstreichen. Notfalls kurz im Wasserbad erwärmen.

    Mittlere Hitze, bitte: Zu viel Hitze bräunt den Halloumi aussen schnell, bevor er innen schön warm ist.

    Mehr Pfiff: Eine fein gehackte Knoblauchzehe oder eine Prise Chili in der Glasur, und die Spiesse zeigen Zähne.

    Mach gleich eine Extraportion. Wer behauptet, nur einen Spiess zu nehmen, hat entweder einen eisernen Willen oder diese kleinen Käseverführer noch nie probiert.

    Grillregel Nummer eins: Wer am Grill steht, darf vorkosten.
    Grillregel Nummer zwei: siehe Regel Nummer eins.

  • Bohnen-Lamm-Eintopf

    Bohnen-Lamm-Eintopf

    Wenn zartes Lamm auf Bohnen trifft, wird aus einem Eintopf eine Liebesgeschichte!

    Hier wird nicht gekleckert, sondern geschmort! Zartes Lammfleisch, knackige grüne Bohnen, sämige Kartoffeln und grosse weisse Bohnen kuscheln sich in einen würzigen Sud aus Rotwein, Knoblauch und Kräutern. Dazu ein Hauch Zitrone und so viel Aroma, dass der Kochlöffel vor Begeisterung Pirouetten dreht.

    In Griechenland kennt man das Lamm mit grünen Bohnen als echtes Sonntagsessen, und die Gigantes, die cremigen Riesenbohnen, sind ohnehin Nationalstolz. Dieser Eintopf bringt beides zusammen: rustikal, kräftig und herrlich mediterran. Er braucht keinen Schnickschnack und keine Sterneküche, nur etwas Zeit, einen guten Topf und hungrige Menschen am Tisch.

    Kalorienzähler mit kleinen Tellerchen sind hier am falschen Ort. Hier wird ordentlich aufgetischt! Und wer behauptet, nach einer Portion satt zu sein, sollte vorsichtshalber den Brotkorb in Sicherheit bringen. Die Sauce will schliesslich auch noch aufgetunkt werden.

    Zutaten für ca. 6 Portionen

    • 800 g Lammfleisch aus der Keule
    • 500 g grüne Bohnen
    • 500 g Kartoffeln
    • 1 Dose grosse weisse Bohnen oder ca. 400 g vorgekochte Gigantes
    • 250 g Zwiebeln
    • 3–4 Knoblauchzehen
    • 1 Bund Rosmarin
    • 1 Bund Thymian
    • 1 Bund Oregano
    • 1 dl Olivenöl
    • 6 EL Zitronensaft
    • 3–4 Lorbeerblätter
    • 4 dl Rotwein
    • 2 Fleischtomaten
    • ca. 1,25 dl Wasser, bei Bedarf mehr
    • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

    Zubereitung

    1. Das Lamm bekommt eine Kräuterkur (am Vortag)
    Das Lammfleisch in mundgerechte Würfel schneiden und trocken tupfen. Zwiebeln in Spalten, Knoblauch in Scheiben schneiden. Die Kräuter waschen, trocken tupfen und grob hacken.
    Das Fleisch mit Olivenöl, Zitronensaft, Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern und Lorbeerblättern in einer grossen Schüssel mischen und mit Pfeffer würzen. Zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Das ist kein Luxus, sondern Geschmackspflege. Das Lamm hat jetzt eine ganze Nacht Zeit, sich mit Knoblauch und Kräutern anzufreunden.

    2. Jetzt wird geschmort
    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch mitsamt Marinade in einen grossen, ofenfesten Schmortopf geben und etwa 30 Minuten offen im Ofen anbraten, bis es Farbe bekommt. Ab und zu nachschauen, damit Kräuter und Knoblauch nicht verbrennen.
    Dann gut 1 dl Rotwein und das Wasser dazugiessen, den Deckel auflegen und die Temperatur auf 160 °C reduzieren. Etwa 1 Stunde schmoren lassen.

    3. Die Bohnenbande macht sich bereit
    In der Zwischenzeit die grünen Bohnen waschen, die Enden abschneiden und je nach Länge halbieren. Kartoffeln schälen und in grobe Würfel schneiden. Die weissen Bohnen abtropfen lassen. Tomaten waschen und achteln.

    4. Die Bohnenbande marschiert ein
    Nach etwa einer Stunde grüne Bohnen, Kartoffeln und weisse Bohnen zum Fleisch geben. Den restlichen Rotwein nach und nach dazugiessen, bei Bedarf etwas Wasser ergänzen. Das Gemüse soll schmoren, nicht schwimmen. Vorsichtig mischen, Deckel drauf und weiterschmoren.
    Und dann: Finger weg vom Kochlöffel! Das Lamm will seine Ruhe, die Kartoffeln wollen nicht zerfallen, und die Bohnen möchten in Form bleiben.

    5. Die Tomaten kommen zum Finale
    Etwa 20 Minuten vor Schluss die Tomatenachtel dazugeben. Weiterschmoren, bis das Lamm zart und das Gemüse gar ist. Insgesamt dauert das gut 1 ¾ Stunden ab dem Anbraten. Ist das Fleisch noch nicht weich genug, darf es gerne noch etwas länger im Ofen bleiben. Gut Ding will Weile haben.

    6. Abschmecken und auftischen
    Den Topf aus dem Ofen nehmen und die Lorbeerblätter entfernen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wer mag, gibt noch einen Spritzer frischen Zitronensaft dazu. Ein paar Minuten ruhen lassen und heiss servieren.

    Tipps der Küchenfee

    Zart wird’s mit Zeit: Das Lamm ist fertig, wenn es sich mit der Gabel leicht zerteilen lässt. Nicht die Uhr entscheidet, sondern die Gabel.

    Sämige Sauce ohne Mehl: Zum Schluss ein paar Kartoffelstücke direkt im Topf zerdrücken und unterrühren. Die Stärke bindet die Sauce ganz natürlich.

    Am Vortag kochen: Aufgewärmt schmeckt der Eintopf oft noch besser. Reste rasch abkühlen, im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren gut durcherhitzen.

    Dazu: Ein frisches Bauernbrot, ein Stück Feta und ein Glas vom Rotwein, der nicht im Topf gelandet ist.

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  • Baklava-Käsekuchen

    Baklava-Käsekuchen

    Wenn Baklava und Käsekuchen eine süsse Affäre haben …

    Wer hat denn da zwei Dessert-Legenden miteinander verkuppelt? Knuspriger Filoteig, eine nussige Pistazienschicht, cremige Käsekuchenfüllung und obendrauf goldener Honigsirup mit einer Extraportion Pistazien. Dieser Kuchen ist nicht einfach nur süss. Er ist eine kleine Dessert-Eskalation!

    Ob Baklava ursprünglich griechisch oder türkisch ist, darüber streiten sich die Nachbarn seit Jahrhunderten. Der Käsekuchen hält sich da raus. Er ist verliebt und will einfach nur mit ihr zusammen sein.

    Aussen knusprig, innen cremig und oben so verführerisch glänzend, dass selbst der Kuchenteller nervös wird. Und die Kalorien? Die wurden zur Hochzeit nicht eingeladen.

    Warnung: Dieser Kuchen ist nichts für Leute, die gerne teilen. Aus «Ach, nur ein kleines Stück» wird nach dem ersten Bissen ganz schnell «Wer hat den Rest gegessen?». Und nein, die Küchenfee war’s diesmal wirklich nicht … wahrscheinlich.

    Zutaten für eine Springform von 18 cm Durchmesser

    Für den Filoteigboden

    • 6 Blätter Filoteig
    • ca. 60 g geschmolzene Butter

    Für die Pistazienschicht

    • 150 g ungesalzene, geröstete Pistazien
    • 20 g Puderzucker
    • ca. 20 g geschmolzene Butter

    Für die Käsekuchenfüllung

    • 450 g Doppelrahm-Frischkäse
    • 3 Eier
    • 110 g Zucker
    • 30 g Maisstärke
    • 75 ml Rahm

    Für den Honigsirup

    • 120 ml Wasser
    • 50 g Zucker
    • 50 g flüssiger Honig

    Fürs Topping

    • 100 g grob gehackte Pistazien

    Zubereitung

    1. Der knusprige Filoteigboden
    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform gründlich mit Butter einfetten.
    Jeweils zwei Filoteigblätter aufeinanderlegen, mit geschmolzener Butter bestreichen und nacheinander in die Form legen, so dass Boden und Rand bedeckt sind. Überstehenden Teig abschneiden und die Reste ebenfalls in die Form legen. Hier wird nichts verschwendet!

    2. Die Pistazienschicht
    Die Pistazien im Zerkleinerer kurz mahlen. Butter und Puderzucker dazugeben und nochmals kurz mixen, bis eine leicht körnige Masse entsteht. Auf dem Filoboden verteilen und mit einem Löffel andrücken. Wer jetzt nascht, nimmt einfach ein paar Pistazien mehr. Niemand muss es erfahren.

    3. Die cremige Füllung
    Frischkäse, Eier, Zucker, Maisstärke und Rahm mit dem Handmixer zu einer glatten Masse rühren, bis keine Klümpchen mehr übrig sind. Vorsichtig auf die Pistazienschicht giessen und glattstreichen.

    4. Ab in den Ofen!
    Den Kuchen bei 180 °C etwa 40–55 Minuten backen. Jeder Ofen hat seinen eigenen Kopf, also ab 40 Minuten regelmässig nachschauen. Die Oberfläche soll leicht goldbraun sein, die Mitte darf noch ein wenig wackeln. Sie wird beim Abkühlen fest. Wird der Filorand zu dunkel, locker mit Alufolie abdecken.

    5. Der Honigsirup: Jetzt wird’s klebrig!
    Während der Kuchen backt, Wasser, Zucker und Honig in einem kleinen Topf aufkochen und etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Sirup leicht eindickt. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

    6. Das pistaziengrüne Krönchen
    Den Kuchen etwas abkühlen lassen. Dann den Sirup nach und nach darüberträufeln. So entscheidest du selbst, wie süss und saftig er wird. Zum Schluss die gehackten Pistazien grosszügig darüberstreuen.

    7. Geduld, du Naschkatze!
    Den Kuchen mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit die Füllung fest wird und sich die Aromen verbinden. Ungeduld ist leider keine Backzutat.

    Tipps der Küchenfee

    Für extra Knusper: Die Filoblätter wirklich sorgfältig mit Butter bestreichen. Jede trockene Stelle wird nicht golden, sondern papierig.

    Für mehr Pistazienaroma: Die Pistazien vor dem Mahlen kurz ohne Fett in der Pfanne rösten. Und wer in Griechenland einkauft, greift zu Pistazien von der Insel Ägina. Die sind hier eine kleine Berühmtheit.

    Mit der Heissluftfritteuse: Wer ein Gerät mit Backprogramm hat, kann den Kuchen auch darin backen. Temperatur und Zeit dann nach den Angaben des Herstellers.

    Für den grossen Auftritt: Jedes Stück mit ein paar zusätzlichen Pistazien und einem Klecks ungesüsstem Schlagrahm servieren.

    Vermählungsanzeige
    Wir haben uns getraut!
    Baklava & Käsekuchen
    Die Trauung fand im Ofen bei 180 °C statt.
    Statt Blumen bitten wir um Kuchengabeln.