
Wenn Baklava und Käsekuchen eine süsse Affäre haben …
Wer hat denn da zwei Dessert-Legenden miteinander verkuppelt? Knuspriger Filoteig, eine nussige Pistazienschicht, cremige Käsekuchenfüllung und obendrauf goldener Honigsirup mit einer Extraportion Pistazien. Dieser Kuchen ist nicht einfach nur süss. Er ist eine kleine Dessert-Eskalation!
Ob Baklava ursprünglich griechisch oder türkisch ist, darüber streiten sich die Nachbarn seit Jahrhunderten. Der Käsekuchen hält sich da raus. Er ist verliebt und will einfach nur mit ihr zusammen sein.
Aussen knusprig, innen cremig und oben so verführerisch glänzend, dass selbst der Kuchenteller nervös wird. Und die Kalorien? Die wurden zur Hochzeit nicht eingeladen.
Warnung: Dieser Kuchen ist nichts für Leute, die gerne teilen. Aus «Ach, nur ein kleines Stück» wird nach dem ersten Bissen ganz schnell «Wer hat den Rest gegessen?». Und nein, die Küchenfee war’s diesmal wirklich nicht … wahrscheinlich.
Zutaten für eine Springform von 18 cm Durchmesser
Für den Filoteigboden
- 6 Blätter Filoteig
- ca. 60 g geschmolzene Butter
Für die Pistazienschicht
- 150 g ungesalzene, geröstete Pistazien
- 20 g Puderzucker
- ca. 20 g geschmolzene Butter
Für die Käsekuchenfüllung
- 450 g Doppelrahm-Frischkäse
- 3 Eier
- 110 g Zucker
- 30 g Maisstärke
- 75 ml Rahm
Für den Honigsirup
- 120 ml Wasser
- 50 g Zucker
- 50 g flüssiger Honig
Fürs Topping
- 100 g grob gehackte Pistazien
Zubereitung
1. Der knusprige Filoteigboden
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform gründlich mit Butter einfetten.
Jeweils zwei Filoteigblätter aufeinanderlegen, mit geschmolzener Butter bestreichen und nacheinander in die Form legen, so dass Boden und Rand bedeckt sind. Überstehenden Teig abschneiden und die Reste ebenfalls in die Form legen. Hier wird nichts verschwendet!
2. Die Pistazienschicht
Die Pistazien im Zerkleinerer kurz mahlen. Butter und Puderzucker dazugeben und nochmals kurz mixen, bis eine leicht körnige Masse entsteht. Auf dem Filoboden verteilen und mit einem Löffel andrücken. Wer jetzt nascht, nimmt einfach ein paar Pistazien mehr. Niemand muss es erfahren.
3. Die cremige Füllung
Frischkäse, Eier, Zucker, Maisstärke und Rahm mit dem Handmixer zu einer glatten Masse rühren, bis keine Klümpchen mehr übrig sind. Vorsichtig auf die Pistazienschicht giessen und glattstreichen.
4. Ab in den Ofen!
Den Kuchen bei 180 °C etwa 40–55 Minuten backen. Jeder Ofen hat seinen eigenen Kopf, also ab 40 Minuten regelmässig nachschauen. Die Oberfläche soll leicht goldbraun sein, die Mitte darf noch ein wenig wackeln. Sie wird beim Abkühlen fest. Wird der Filorand zu dunkel, locker mit Alufolie abdecken.
5. Der Honigsirup: Jetzt wird’s klebrig!
Während der Kuchen backt, Wasser, Zucker und Honig in einem kleinen Topf aufkochen und etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Sirup leicht eindickt. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
6. Das pistaziengrüne Krönchen
Den Kuchen etwas abkühlen lassen. Dann den Sirup nach und nach darüberträufeln. So entscheidest du selbst, wie süss und saftig er wird. Zum Schluss die gehackten Pistazien grosszügig darüberstreuen.
7. Geduld, du Naschkatze!
Den Kuchen mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit die Füllung fest wird und sich die Aromen verbinden. Ungeduld ist leider keine Backzutat.
Tipps der Küchenfee
Für extra Knusper: Die Filoblätter wirklich sorgfältig mit Butter bestreichen. Jede trockene Stelle wird nicht golden, sondern papierig.
Für mehr Pistazienaroma: Die Pistazien vor dem Mahlen kurz ohne Fett in der Pfanne rösten. Und wer in Griechenland einkauft, greift zu Pistazien von der Insel Ägina. Die sind hier eine kleine Berühmtheit.
Mit der Heissluftfritteuse: Wer ein Gerät mit Backprogramm hat, kann den Kuchen auch darin backen. Temperatur und Zeit dann nach den Angaben des Herstellers.
Für den grossen Auftritt: Jedes Stück mit ein paar zusätzlichen Pistazien und einem Klecks ungesüsstem Schlagrahm servieren.
Vermählungsanzeige
Wir haben uns getraut!
Baklava & Käsekuchen
Die Trauung fand im Ofen bei 180 °C statt.
Statt Blumen bitten wir um Kuchengabeln.

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