Komm setz dich zu uns

Dieses Lied hat dort angefangen, wo in Griechenland die besten Geschichten entstehen: an einem viel zu kleinen Tisch mit viel zu vielen Menschen – und trotzdem ist immer noch Platz.

Einer klopft an die Tür, und bevor überhaupt jemand fragen kann, wer da kommt, wird schon ein Stuhl herangeschoben. Maria lacht, Nikos schenkt ein, der Nachbar bringt Käse, die Kinder wirbeln durch die Gegend – und vom Balkon schallt garantiert noch ein fröhliches: „Komm her, was stehst du da draußen herum?“

Genau dieser griechische Vibe steckt in „Komm, setz dich zu uns“: keine Einladung mit drei Wochen Vorlauf, kein geschniegelt-geordnetes Abendprogramm und schon gar keine Frage, ob man „nur kurz“ bleiben möchte. In Griechenland bedeutet „Komm doch rein“ meistens: Setz dich, iss was, trink was, sing mit – und vergiss den Blick auf die Uhr.

Die Bouzouki legt los, die Hände klatschen, die Gläser klingen – und aus einem gemütlichen Beisammensein wird schneller eine wilde Tafelrunde, als man „Yamas!“ sagen kann. Was zunächst nach einem kleinen Abend aussieht, wächst zur fröhlichen Großveranstaltung mit Familienanschluss, Balkon-Chor und mindestens einem Menschen, der plötzlich erstaunlich gut tanzen kann.

Dieses Lied feiert die griechische Kunst, aus wenig ganz viel zu machen: aus Brot und Wein ein Fest, aus Fremden Freunde und aus einem ganz normalen Abend eine Erinnerung, die noch lange nachklingt.

Also: Schuhe aus, Sorgen raus, Stuhl her – und bitte nicht schüchtern sein. Die Tür ist offen, die Musik läuft und irgendwo wird gerade schon der nächste Teller herumgereicht. Komm, setz dich zu uns!

🎧 Zum Reinhören: https://suno.com/s/bEZSqU2VR4QEYu59

Liedtext

Am langen Tisch steht Brot und Wein, Tür an Tür rückt jeder ein.
Maria lacht, Nikos schenkt ein, heut muss niemand alleine sein.

Ein Klopfen an der alten Tür, und schon wird Platz gemacht dafür.

Komm, setz dich zu uns, bleib nicht draußen, heut soll die Freude durch uns rauschen.
Hand in Hand und Glas an Glas, so wird aus wenig richtig was.
Komm, setz dich zu uns, sing mit ein, kein Herz muss heut ein Fremdes sein.
Wenn die Bouzouki schneller klingt, spürt man, wie die Runde springt.

Der Nachbar bringt noch Käse mit, die Kinder tanzen Schritt für Schritt.
Vom Balkon ruft jemand: „Komm her!“ und plötzlich werden immer mehr.

Kein großer Plan, kein feines Kleid, nur Menschen und Gemeinsamkeit.

Komm, setz dich zu uns, bleib nicht draußen, heut soll die Freude durch uns rauschen.
Hand in Hand und Glas an Glas, so wird aus wenig richtig was.
Komm, setz dich zu uns, sing mit ein, kein Herz muss heut ein Fremdes sein.
Wenn die Bouzouki schneller klingt, spürt man, wie die Runde springt.

Morgen geht der Alltag weiter, doch heut sind alle Wege leichter.
Ein gutes Wort, ein offnes Ohr, und jeder findet sich empor.

Komm, setz dich zu uns, bleib nicht draußen, heut soll die Freude durch uns rauschen.
Hand in Hand und Glas an Glas, so wird aus wenig richtig was.
Komm, setz dich zu uns, sing mit ein, kein Herz muss heut ein Fremdes sein.
Wenn die Bouzouki schneller klingt, spürt man, wie die Runde springt.

Bleib noch ein bisschen, komm herein, heut soll die ganze Welt beisammen sein.

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