
Manche Lieder hört man einfach gern. Andere schleichen sich leise ins Herz, machen es sich dort gemütlich und ziehen nie wieder aus.
«Egal was andere sagen» von Eloy de Jong gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Die Melodie ist wunderschön, keine Frage. Gepackt haben mich aber vor allem der Text und seine Botschaft.
Was viele nicht wissen: Hinter dem Lied steckt eine sehr persönliche Geschichte. Eloy widmete es Stephen Gately, seinem früheren Partner, mit dem er um die Jahrtausendwende zusammen war. Stephen war Sänger der irischen Band Boyzone und starb 2009 viel zu jung. Beide mussten damals am eigenen Leib erfahren, wie schwer es sein kann, zu seiner Liebe zu stehen, wenn Klatschblätter und Besserwisser meinen, darüber urteilen zu dürfen.
Genau deshalb trifft mich dieses Lied so: Liebe braucht keine Erlaubnis. Gefühle brauchen keinen Beglaubigungsstempel. Und das eigene Glück gehört nicht in die Hände von Leuten, die ohnehin zu allem eine Meinung haben. Meistens ungefragt.
Ich mag übrigens beide Fassungen. Da ist das englische Original «No Matter What», geschrieben von Andrew Lloyd Webber und Jim Steinman für das Musical «Whistle Down the Wind», mit dem Boyzone 1998 die Hitparaden stürmte. Und da ist Eloys deutsche Version. Auf Deutsch geht mir der Text aber noch eine Spur direkter unter die Haut. Heimvorteil, sozusagen.
Und jetzt mal ganz frech gesagt: Wir haben nur dieses eine Leben. Keine Generalprobe, keine Wiederholung, kein Umtauschrecht. Also lieber mit Herz, Gefühl und einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein hindurchtanzen, statt ständig nachzurechnen, wem das gerade passen könnte.
Wer mit meinem Leben nicht einverstanden ist, darf sich gerne ein eigenes suchen!
(Es soll noch welche geben. Allerdings ohne Meerblick.)
Denn am Ende zählt nicht, was andere sagen, sondern was sich für uns richtig und echt anfühlt. Also: Kopfhörer auf, Lautstärke rauf, und weiter geht’s!
🎧 Zum Reinhören:
https://youtu.be/3VUIL1fE7Pw
https://youtu.be/7eul_Vt6SZY
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