
Manchmal wird es draußen leiser – und genau dann wird es in uns drinnen richtig bunt. Wenn der Tag sich verabschiedet, der Alltag die Füße hochlegt und die Gedanken noch ein bisschen Überstunden machen, beginnt die Fantasie ihre ganz eigene Show. Genau aus diesem Gefühl heraus ist mein Lied „Stille Wünsche entstanden.
Ich wollte ein fröhliches, leichtes und freches Lied schreiben, das zeigt: In jedem Menschen steckt eine kreative Seite. Wirklich in jedem! Man muss kein großer Künstler, keine begnadete Sängerin und auch kein Profi mit Pinsel, Klavier oder Schreibmaschine sein. Kreativität kann vieles sein: ein Lied, ein Bild, eine Geschichte, ein Tanz im Wohnzimmer, ein verrückter Gedanke oder einfach die Fähigkeit, sich eine andere Welt auszumalen. Und ganz ehrlich: Ein bisschen Fantasie hat noch niemandem geschadet – im Gegenteil!
Unsere Fantasie kann uns helfen, wenn das Leben gerade nicht so läuft, wie wir es gerne hätten. Wenn Wünsche unerreichbar wirken, Sorgen zu laut werden oder der Alltag ziemlich grau daherkommt, kann ein Traum plötzlich Farbe ins Spiel bringen. In unserer Vorstellung dürfen wir fliegen, tanzen, reisen, lachen und alles ausprobieren, was im echten Leben vielleicht nicht möglich ist. Dort gibt es kein „zu spät“, kein „Das geht nicht“ und schon gar kein strenges „Benimm dich!“. In der Fantasie darf man einfach mal loslassen und die eigenen Regeln schreiben.
Kreativität hilft uns außerdem, schwierige Zeiten zu überstehen. Sie schenkt uns einen kleinen Rückzugsort, wenn die Welt zu anstrengend wird, und gibt Gefühlen Raum, die sonst vielleicht keinen Platz finden. Freude, Sehnsucht, Angst, Hoffnung oder stille Wünsche können in einem Lied plötzlich hörbar werden. Manchmal verstehen wir erst beim Schreiben, Malen oder Träumen, was wirklich in uns vorgeht. Die Fantasie ist dann wie ein innerer Übersetzer: Sie nimmt das manchmal komplizierte Gefühlschaos und macht daraus Bilder, Farben, Worte oder Melodien.
Für mich ist Kreativität deshalb auch eine besondere Form der Kommunikation. Nicht alles lässt sich in einem normalen Gespräch erklären. Manche Gefühle sind zu groß, zu leise oder einfach ein bisschen durcheinander. Ein Lied kann dann sagen, was man selbst vielleicht nicht über die Lippen bekommt. Es kann andere Menschen berühren, ihnen Mut machen oder ihnen das Gefühl geben: „Hey, ich bin damit nicht allein.“
„Stille Wünsche“ erzählt davon, dass Träume nicht nutzlos oder weltfremd sind. Sie können Hoffnung schenken und uns daran erinnern, was uns wichtig ist. Vielleicht wird nicht jeder Wunsch sofort Wirklichkeit – aber manchmal reicht schon der Gedanke daran, um wieder ein kleines Stück Kraft zu finden. Wer sich seine Träume bewahrt, bewahrt sich auch ein Stück Lebensfreude.
Dieses Lied möchte deshalb nicht still in der Ecke sitzen und schüchtern mit den Füßen wippen. Es möchte lachen, tanzen, abheben und alle mitnehmen – mitten hinein in eine Welt, in der Grenzen für einen Moment verschwinden. Es ist eine Einladung, die eigene Fantasie nicht wegzusperren, sondern ihr ruhig öfter die Tür zu öffnen.
Denn tief in uns allen steckt ein kleiner Träumer, eine wilde Erfinderin, ein neugieriger Abenteurer oder eine bunte Geschichtenerzählerin. Manchmal muss man diese Seite nur wieder hervorlocken. Vielleicht mit einem Lied. Vielleicht mit einem Traum. Vielleicht auch einfach mit einem beherzten „La la la“ – und schon ist die Fantasie unterwegs.
Denn stille Wünsche dürfen laut träumen. Und wer träumt, hat der grauen Welt schon ein bisschen Farbe geklaut.
🎧 Zum Reinhören: https://suno.com/s/c40zIid8e1Ed4UgV
Liedtext
Wenn der Tag sich schlafen legt und die Nacht die Sterne trägt, macht mein Herz die Türen auf, meine Fantasie nimmt ihren Lauf. Was im Leben manchmal fehlt, wird im Traum ganz neu erzählt. Was zu weit und unerreichbar scheint, ist in meiner Fantasie vereint.
Und ich flieg, wohin ich will, alles wird für einen Augenblick still. Meine Wünsche werden wach, und die Träume tanzen bis zum Morgen danach.
Oh, wie schön ist Fantasie, Grenzen kennt sie für mich nie. Was im Leben nicht geschehen kann, fängt in meinen Träumen an. Stille Wünsche, wunderbar, werden plötzlich sonnenklar. Ich lass meine Seele frei und bin dort, wo ich gerne wär.
Manchmal bin ich weit hinaus, tanz mit dem Wind ums große Haus. Mal fahr ich übers blaue Meer, und die Welt gehört mir immer mehr. Ich kann lachen, ich kann fliegen, kann die höchsten Berge besiegen. Und was mein Herz sich heimlich wünscht, wird im Traum ganz bunt gemischt.
Denn dort gibt es kein „zu spät“, keine Angst, die vor mir steht. Was im Alltag leise bleibt, wird im Traum zum schönsten Zeitvertreib.
Oh, wie schön ist Fantasie, Grenzen kennt sie für mich nie. Was im Leben nicht geschehen kann, fängt in meinen Träumen an. Stille Wünsche, wunderbar, werden plötzlich sonnenklar. Ich lass meine Seele frei und bin dort, wo ich gerne wär.
Vielleicht sind Träume nur aus Licht, doch ohne sie wär vieles nicht. Denn irgendwo in jedem Traum wächst ein kleiner Hoffnungsbaum. Und wenn ich wieder aufwach, nehm ich ein Stück davon mit. Denn wer sich seine Träume bewahrt, hat ein kleines Stück vom Glück bewahrt.
Oh, wie schön ist Fantasie, Grenzen kennt sie für mich nie. Was im Leben nicht geschehen kann, fängt in meinen Träumen an. Stille Wünsche, wunderbar, werden plötzlich sonnenklar. Ich lass meine Seele frei und bin dort, wo ich gerne wär.
La la la, Fantasie, la la la, sie lässt mich nie. Stille Wünsche, groß und klein, dürfen heut zum Träumen sein. La la la, komm tanz mit mir, in der Fantasie sind wir frei, frei, frei – und die ganze Welt ist unser Paradies!









